Die Brutzeit läuft auf Hochtouren! In zwei unserer Nistkästen liegen mittlerweile Eier und die Mauersegler-Paare sind jetzt mehr im Nest und brüten abwechselnd. Während ein Partner auf den Eiern sitzt und sie warm hält, ist der andere draußen unterwegs auf Nahrungssuche und offenbar auch mal mit einem Fundstück im Schnabel.
Genau so einen Schichtwechsel haben unsere Kameras jetzt eingefangen, und der Partner hat eine kleine Überraschung dabei!
Zuerst sitzt nur ein Vogel im Kasten auf den Eiern. Dann kommt der Partner eingeflogen und übernimmt das Gelege. Beim Einflug sieht man, dass ein kleines weißes Stück aus seinem Schnabel herausschaut. Was hat er da mitgebracht?
Nach kurzer Zeit bringt er es zu Tage: eine Feder! Der Segler sucht ein Plätzchen und legt sie dann behutsam in die recht kahle Nestmulde, direkt zu den Eiern. Dann übernimmt er die Brutschicht und der andere Vogel kann sich auf den Weg nach draußen machen.
Anders als Meisen oder Schwalben bauen Mauersegler nämlich kein richtiges Nest. Sie haben bei uns eine vorgefertigte Nestkuhle und legen manchmal nur ein paar Halme und Federn, die sie im Flug erbeuten hinein. Manches wird auch mit Speichel angeklebt. Gelegentlich bringen sie während der Brutzeit noch etwas Material mit, aber es bleibt immer sehr minimalistisch.
Nachdem er die Feder abgelegt hat, öffnet er ein paar Mal seinen Schnabel und man kann schön sehen, wie groß die Mundöffnung tatsächlich ist. Bei geschlossenem Schnabel würde man das nicht vermuten.
Wir sind gespannt, wann die ersten Küken schlüpfen werden. Bis dahin heißt es: brüten, brüten, brüten.

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